Braun Audio 300 Service Manual
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Manual contents
1. UKW-Baustein
HF-Vorverstärker
Der HF-Vorverstärker besteht aus einer Kaskodenschaltung FET T 101, T 102 und einer in Basisschaltung arbeitenden Mesatransistor T 103. Vom symmetrischen Antenneneingang gelangt das HF-Signal über den durchstimmbaren Antennenkreis L 101, die Vorstufen-FET T 101, T 102 über den durchstimmbaren Zwischenkreis L 102 und den Koppelkondensator C 111 zum Emitter des dritten Vorstufentransistor T 103.
Vom Kollektor aus wird das HF-Signal über den zweiten durchstimmbaren Zwischenkreis L 103 und über C 115 in den Basiskreis des NPN-Mischtransistors T 105 eingekoppelt.
Die drei Vorkreise und der Oszillatorkreis werden mit einem Vierfach-Drehkondensator abgestimmt.
Oszillator
Der Oszillatortransistor T 104 arbeitet in Basisschaltung mit dem Oszillatorkreis L 104, C 121, C 119, C 127. Er wird mit der Silizium-Kapazitätsdiode D 101 automatisch nachgestimmt, wenn die Taste "autom" gedrückt ist.
Die Kapazitätsdiode D 101 ist durch den Spannungsteiler R 116 — R 115 in Sperrrichtung vorgespannt, wodurch sie verlustlos gesteuert werden kann.
Mischstufe
Die Mischstufe besteht aus dem NPN-Transistor T 105, der über C 115 mit der Empfangsfrequenz und über die Schaltkapazität mit der Oszillatorfrequenz gleichzeitig angesteuert wird.
Am Kollektor des Transistors T 105 wird die Zwischenfrequenz mit Hilfe des ZF-Bandfilters L 105/L 106 ausgekoppelt und über die Koppelinduktion induktiv an die Basis des ersten ZF-Transistors T 301 übertragen.
Funktionsbeschreibung
2. AM-HF-Baustein
Vorkreise
Das Antennensignal gelangt von der Antennenbuchse über C 201 und k 2, k 1 an die Antennenwicklung L 203 der Primärspule des durchstimmbaren MW-HF-Bandfilters L 205/C 211, L 206/C 212 bzw. über k 2, k 1, m 13, m 14 an die Antennenwicklung L 213 der Antispule des LW-Bandfilters L 210/C 211, L 211/C 212. Es wird dann über die Anzapfung c in den Sekundärkreis eingekoppelt. Von der Anzapfung b der Sekundärkreisspulen wird das Signal über die Schaltkontakte m 17, f 18 bzw. 19, 18 und durch L 217 an die Basis des Mischtransistors T 201 übertragen.
In Schauererstellung KW gelangt das KW-Antennensignal über C 201 und die Schaltkontakte k 2, k 3 an die Antennenwicklung L 204 des KW-Vorkreises L 202/C 210 und wird mit der Kopperwicklung L 203 über die Schaltkontakte k 5, k 6 und f 16, f 17 an die Basis des Mischtransistors T 201 ausgekoppelt.
Oszillator
Der Oszillator mit dem Transistor T 202 arbeitet in Basisschaltung mit Rückkopplung über L 219 bzw. die Anzapfung in der Kreisspulen L 224, L 227 und R 203 und C 229.
Mischstufe
Die Oszillatorspannung wird über C 226 in den Emitterkreis des Mischtransistors T 201 mit den Widerständen R 210 und R 211 eingespeist. Die HF-Spannung gelangt von der Koppelinduktion L 203 bzw. den Anzapfungen b der Sekundärkreisspulen an die Basis des Mischtransistors.
Die ZF-Spannung wird aus dem Kollektorkreis des Mischtransistors T 201 mit Hilfe des ZF-Bandfilters L 301, L 303 ausgekoppelt. Über die Auskoppelinduktion L 304 des Sekundärkreises gelangt die ZF-Spannung über den Vorwiderstand R 301 zur Basis des 1. ZF-Transistors T 301.
Ferritantenne
Die Ferritantenne wirkt bei MW und LW und ist mit dem Schalter "fem" einschaltbar.
Die Antennenspannung wird bei MW von der Anzapfung e (L 215) und bei LW von b (L 213) in den Eingang des Mischtransistors T 201 eingekoppelt.
3. ZF-Verstärker
Verstärker-Stufen
Der FM-ZF-Verstärker ist für FM 451 dB/µs, für AM 351 dB/µs. Verwendet werden 3 NPN-Transistoren T 301, T 303 für AM und FM gemeinsam, dazu kommen für FM 2 integrierte Schaltungen IC 1301 und IC 1302 als Begrenzer-vorverstärker und als Rahotreuber. Der PNP-Transistor T 304 verstärkt die Regelspannung.
Für FM-Betrieb sind die Kollektoren über Anzapfungen an die Bandfilter-Primärkreisspulen angeschlossen, dies ergibt eine hohe Betriebsgüte und gibt eine gute Trennschärfe im das Gerät. Die Anpassung der Sekundärkreise ist durch den jeweils folgenden Transistor über einen kapazitiven Spannungsteiler für die beiden induktiv über eine Koppelinduktion.
Für AM-Betrieb werden die Bandfilter-Sekundärkreise mit den ersten Stufe (T 301) und
# Slende R 344, R 345 abgenommen.
Aus einer sehr losen Ankoppelschleife am Sekundärkreis des Ratiodetektors wird über die Diode D 314 eine Richtspannung ausgekoppelt, die einmal für die Abstimmanzeige verwendet wird, zum anderen am Meßpunkt eine Dammerung der ZF-Durchlaßkurve beim Wobbeln ermöglicht.
## Schwellspannungserzeugung in den Pilotton-Verstärkern
Damit die Stereoautomatik nicht auf im Rundfunkspektrum enthaltene 19 kHz-Artefakte anspricht (Flackern der Stereoweige beim Durchschalten auf den Flanken der Sender), ist der Transistor T 903 im Pilotonkanal durch eine Spannungsschwelle im Emitter gesperrt. Erst bei für Stereo-Empfang ausreichender Feldstärke eines UKW-Senders (ab ca. 15 µV) schaltet eine an den Dioden D 301, D 302 auftretende Richtspannung den gesperrten Transistor auf den für die benötigte 19 kHz-Verstärkung erforderlichen Arbeitspunkt.
## Antennae. Verstärkungsregelung
Im AM-Einzelkreis 305/841 wird eine ZF-Testspannung ausgekoppelt und durch die Diode D 305 gleichgerichtet. Die so entstandene negative Regelspannung gelangt über die Siebkette (Z 315, R 310, C 314, R 309, D 313, R 303 und C 300 (Aussiebung der NF-Spannung und Bestimmung der Regelzeitkonstanten) an die Basis des PNP-Transistors T 304, dessen Emitter auf einem gegen Masse negativen Potential liegt, das durch den einstellbaren Spannungsteiler R 306 und R 305 festgehalten wird. Hierdurch kann sich die Regelspannung an der Basis von T 304 um verzögert auf den Kollektorstrom auswirken ("verzögerte Regelung"). Im Kollektorkreis wirkt der Widerstand R 303 als Gleichstromaufwendersland.
Der Kollektorstrom des Basis von T301 über R 301 galvanisch gekoppelt. Bei einsetzendem Kollektorstrom des Transistors T 304 steigt somit die Basisspannung des Transistors T 301 nach positiven Werten hin an, so daß dessen Kollektorstrom ebenfalls wächst. Der Transistor wird hierdurch andwärtsgeregelt, seine Verstärkung sinkt. Durch den steigenden Kollektorstrom wächst ebenfalls der Spannungsabfall über dem Emitterwiderstand R 304. Sobald der Spannungsabfall an R 304 den Wert von 7 V (d. s. + 5 V gegen Masse) erreicht, werden die Anodenspannungen der Dioden D 201 und D 202 gegenüber den Kathoden, die durch den Spannungsteiler R 203 – R 204 auf -5 V (gegen Masse) festgehalten sind, so stark positiv, daß die Dioden leitend werden. Da sie zusammen mit dem Innenwiderstand des HF-Bandfilters als HF-Spannungsteiler wirken, dessen Teilungsverhältnis von der im Demodulator erzeugten Regelspannung abhängig ist, ergibt sich eine Regelwirkung (mit Verzögerung), für die dem Mischtransistor T 201 zugeführte HF-Spannung als Funktion der Antennenspannung.
Für den bei FM benötigten Regelumfang reicht die durch die Aufwärtsregelung von T 301 erzeugte Abschwächung aus. Die dazu benötigte Richtspannung entsteht an der Diode D 303.
## Abstimmanzeige
Bei AM-Empfang wird die Richtspannung der Demodulatordiode D 305 zur Anzeige der optimalen Abstimmung benutzt. Ein Teil des Richtstroms dieser Diode fließt über R 345, R 216, R 221, über die Schalterkontakte U 13, U 14 zum Instrument und von da über U 10, U 11 nach Masse.
Bei FM wird bei kleinstem Signal die Richtspannung der Diode D 314 für die Anzeige wirksam, bei größerem Signal addieren sich dazu die Spannung der Diode D 304. Beide Spannungen sind sym. gegen Masse. Die resultierende Anzeigespannung folgt in ihrem Verlauf der ZF-Durchlaßkurve. Sie wird auf die Diodenbücke D 312 D 313 gegeben, in die dann über die Kontakte U 11, U 12, U 14, U 15 das Anzeigeinstrument geschaltet wird. Über den Widerstand R 351 wird die bei richtiger Abstimmung durch 0 gehende Richtspannung des Ratiodetektors der Diodenbrücke zugeführt, wodurch der negative Ast nach positiver Richtung umgeklappt wird. So steigt links und rechts vom Punkt optimaler Abstimmung eine positive Spannung an, die der negativen Richtspannung der ZF-Durchlaßkurve entgegengerichtet ist. Dadurch zeigt die resultierende, am Anzeigeinstrument wirksame Spannung ein scharfes eindeutiges Maximum.
Das Anzeigeinstrument hat eine mechanische Nullpunktunterdrückung, die bei AM durch einen kleinen Vorstrom über R 120 aufgehoben wird.
6. Stereo-Decoder
An der Basis des Transistors T 901 liegt bei Stereo-Empfang das vom Ratio-detektor kommende vollständige Stereo-Multiplex Signal.
Am Kollektorwiderstand R 905 des Transistors T 901 wird das verstärkte Multiplex-Signal abgenommen. Durch die Deemphasis mit R 920, C 907 wird daraus das Summensignal L + R (31 Hz — 15 kHz) gewonnen.
Am Abgriff des Einstellreglers R 930 (an Emitter von T 901) wird ebenfalls das Multiplex-Signal abgenommen und über R 902 und C 906 an die Basis von T 902 weitergeleitet. Da in diesem Zweig nur die Seitenbänder des mit dem Differenzsignal L — R amplitudenmodulierten unterdrückten 38 kHz-Hilfsträger benötigt werden, dient diese Stufe ausschließlich der Differenzband-Verstärkung.
Am Kollektor des Transistors T 902 liegt der als Filter wirkende Kreis für die Differenzanteile von 23 — 53 kHz. Die Deemphasis für das Differenzsignal wird dabei durch Absenkung an den Flanken des durch R 912 breitbandig gemachten Kreises L 903/C 910 vorgenommen. An der Auskoppelwicklung L 904 werden das Summensignal und das Differenzsignal addiert und den beiden Emitter-Elektroden des elektronischen Umschalters T 906/907 zugeführt. Der 19 kHz-Pilotton wird mit T 901 verstärkt und mit dem auf 19 kHz abgestimmten Kreis L 901/C 908 selektiv herausgefiltert.
Mit L 902 wird der Pilotton ausgekoppelt und über C 904 dem Einstellregler R 932 zugeführt. Einen Teil des 19 kHz-Pilottons wird an dem Einstellregler abgegriffen und über C 905 an die Basis von T 903 weitergeleitet.
Dieser Transistor ist bis zu einer Antenneneingangsspannung von 63·10⁻¹⁵ V völlig gesperrt. Erst ab dieser Eingangsspannung wird T 903 teilweise stromführend und verstärkt den 19 kHz-Pilotton.
An den Dioden D 901, D 902 entsteht nach Frequenzverdopplung eine negative Richtspannung, die nun den Transistor T 904 etwas öffnet. Dessen ansteigende Emitterspannung steuert dann ebenfalls T 905 in einen stromführenden Zustand.
Die sich daraus ergebende negative Kollektorspannungsänderung von T 905 wird über den Widerstand R 903 rückgekoppelt, so daß dieser Transistor nunmehr auf vollen Kollektorstrom und damit auf volle Pilottonverstärkung geschaltet wird.
Somit entsteht dann an den Verdoppler-dioden die volle negative Richtspannung, die nun T 904 und T 905 in ihren maximalen Strom hochfährt.
Hierdurch leuchtet die Stereo-Anzeige-lampe La 001 auf, die im Kollektorkreis von T 905 liegt. Gleichzeitig ändert die Gleichspannung über der Diode D 903 ihre Polarität. Hierdurch wird die Diode vom Durchlaßzustand in den Sperrzustand geschaltet, so daß ihre bedämpfende Wirkung auf den 38-kHz-Kreis L 907 — C 918 aufgehoben wird und die 38 kHz Schwingung für den elektronischen Umschalter zur Verfügung steht. Das 38 kHz Signal wird über die Auskoppelwicklung L 906 den beiden Basen der Transistoren T 906 und T 907 zugeführt. Dieser Zwischenträger (38 kHz) steuert die beiden Basiselektroden im Gegentakt so an, daß abwechselnd jeweils ein Transistor geöffnet und der andere geschlossen ist.
So können an dem Kollektor von T 907 die Einzelimpulse des linken und am T 906 die des rechten Kanals abgenommen werden.
Über die Sperrkreise C 918/L 909 und C 919/L 910, die die 19 kHz Anteile ausfiltern, gelangen die beiden Signale (R und L) an die überbrückten T-Glieder R 923, C 920, C 921, R 924 bzw. R 925, C 922, C 923 und R 926 und werden von Hilfsträgerresten befreit.
Um ein Mono-Signal ohne Verzerrungen und Verschlechterung des Signal-Rausch-Abstandes über den Decoder leiten zu können, wird den Basiselektroden der beiden Transistoren T 906, T 907 ein so großer Vorstrom zugeführt, daß beide Transistoren bei fehlendem Zwischenträger völlig leitend sind.
Damit dieser Vorstrom aber nur im Mono-betrieb vorhanden ist, wurde dazu die sich ändernde negative Kollektorspannung von T 905 über R 919, R 931 und den beiden Teilwicklungen von L 908 an die Basen von T 906 und T 907 weitergeleitet.
Mit dem Einstellregler R 930 wird ein Amplituden- und Phasenvergleich zwischen dem Differenz- und dem Summensignal hergestellt und somit die Übersprechdämpfung optimal eingestellt.
Die beiden Ausgänge des Decoders können mit dem Schalter "Stereo Fern" über die RC-Kombination R 921, C 909 miteinander verbunden werden. Dadurch geht die Übersprechdämpfung auf ca. 12 dB zurück. Gleichzeitig jedoch verbessert sich der Signal-Rauschbereich um 5 dB. Somit werden auch schwächer einfallende Stereo-Sender, bei etwa gleichbleibendem Stereoeindruck, hörwürdig. Mit dem Schalter S 503 werden die beiden Eingänge des NF-Vorverstärkers miteinander verbunden, damit auch ein stereophones Signal monophon wiedergegeben werden kann.
Gleichzeitig wird ebenfalls mit dem Schalter S 503 der Widerstand R 929 nach Masse geschaltet. Dadurch verringert sich die Schaltspannung vom ZF-Verstärker so weit, daß der Transistor T 903 wieder gesperrt wird, und der Decoder automatisch von Stereo auf Mono zurückschaltet.
7. NF-Verstärker
NF-Vorverstärker
Der Eingang des Vorverstärkers ist über
den Betriebsartschalter mit der
gewählten Signalquelle (Stereo-Decoder,
Phonoentzerrer) oder einem der Fremd-
eingänge verbunden.
Der erste und zweite Transistor (T 401,
T 402) sind durch eine Gleichstrom-
gegenkopplung vom Emitter T 402
zur Basis T 401 und durch eine für Gleich-
und Wechselstrom wirksame Gegen-
kopplung vom Kollektor T 402 zum Emitter
T 401 im Arbeitspunkt stabilisiert.
Durch die Wechselstromgegenkopplung
über beide Stufen arbeitet diese Gruppe
selbst bei großen Eingangssignalen
(bis 26 dB über der für Vollaussteuerung
benötigten Eingangsspannung) noch
mit niedrigem Klirrfaktor.
Die Ausgangsspannung dieser Transistor-
gruppe wird für Tonbandaufnahme über
R 410 zur Buchse "band" geführt und wenn
sich der Schalter S 502 in Ruhestellung
befindet (Kontakt 1 und 2 geschlossen)
mit dem Balancesteller verbunden.
Der Balancesteller und der Lautstärke-
steller sind hintereinander geschaltet.
Der Schleifer des Lautstärkestellers ist
über C 408 mit der Basis von T 404,
der mit T 405 die zweite in sich gegen-
gekoppelte Transistorgruppe bildet,
verbunden.
Der Arbeitspunkt dieser Gruppe ist ebenfalls
durch eine Gleichstromgegenkopplung
vom Emitter T 405 zur Basis T 404
stabilisiert. Die Gegenkopplung von
Kollektor T 405 über das Klangregelnetwerk
zum Emitter T 404 wirkt nur für Wechselstrom.
Um während der Bandaufnahme wahl-
weise die Originalübertragung (Schalter
S 502: Kontakt 2 mit 1 verbunden) oder
das aufgenommene Signal (Schalter
S 502: Kontakt 2 mit 3 verbunden) abhören
zu können, wird bei der Hinterbandkontrolle
das Signal über T 403 geleitet.
Die Hörrichtigkeit des Lautstärkestellers
ist durch den Druck-Zug-Schalter
S 501 an diesem Steller abschaltbar.
Mit dem Schalter S 503 können die beiden
Eingänge des NF-Vorverstärkers verbunden
werden, damit ein Stereo-Signal auch
monophon wiedergegeben werden kann.
NF-Endverstärker
Der Endverstärker ist ein dreistufiger
gleichstromgekoppelter Verstärker mit
quasi-komplementärsymmetrischer Endstufe.
Die Transistoren T 701 und T 705 arbeiten
als Spannungsverstärker, der die
Komplementär-Transistoren T 707 und T 706
ansteuert. Diese bewirken eine gegenphasige
Ansteuerung der Endtransistoren T 709
und T 708.
Über den Kondensator C 709 wird
das NF-Ausgangssignal ausgekoppelt.
Der Transistor T 705, der auf dem
Kühlkörper der Endtransistoren montiert
ist, bewirkt eine Stabilisierung des
Ruhestromes der Treiber- und Endstufentransistoren
gegenüber Temperaturschwankungen.
Die Gegenkopplung vom Kollektor
des Endtransistors T 709 über R 708 in
den Emitter des Eingangstransistors
T 701 stabilisiert die Mittenspannung
und reduziert den Klirrfaktor.
Der Endstufenausgang ist auf zwei in
Reihe geschaltete Lautsprecherbuchsen gelegt.
Dadurch ist der Anschluss von zwei
Lautsprecherboxen pro Kanal möglich.
Bei Verwendung von nur einem
Lautsprecher ist die freie Lautsprecherbuchse
mit dem mitgelieferten Kurzschluss-
stecker zu bestücken.
Der auf der Frontplatte befindliche
Kopfhöreranschluss nach DIN 45 327 ist
mit einer Lautsprecherabschaltung
kombiniert. Durch Drehung des
Kopfhörersteckers um 180 Grad ist wahl-
weise Kopfhörer- oder Kopfhörer-
Lautsprecherbetrieb möglich.
Alle Hi-Fi Kopfhörer mit einer Impedanz
von 200-600 Ohm, wie z.B. der
Braun-Kopfhörer KH 10004 können zum
Abhören angeschlossen werden.
Phonoentzerrer
Die Ausgangsspannung des Tonabnehmers
(linker Kanal) steuert über C 1101 den
Eingangstransistor T 1101.
Die beiden Transistoren T 1101 und T 1102
arbeiten in Emitterschaltung und sind
gleichstromgekoppelt. Vom Emitterkreis
von T 1102 wird über R 1102 ein
Gegenkopplungsgleichstrom an die Basis
von T 1101 geführt.
Vom Kollektor von T 1102 zweigt ein
zweiter Gegenkopplungsgleichstrom in
den Emitterkreis von T 1101 ab. Dieser
Zweig ist zusätzlich derart frequenzabhängig
(mit der Frequenz steigender Gegenkopplungsgrad),
dass sich zusammen mit der
Schneidkennlinie der Schallplatte und dem
Frequenzgang des Tonabnehmersystems
eine lineare Übertragungskennlinie ergibt.
8. Netzteil
Das Netzteil ist auf die Netzspannung
110 und 220 V umschaltbar.
Der verwendete Netztrafo zeichnet sich
aufgrund seines Blechschnitts und seiner
symmetrischen Zweischenkelwicklung durch
sehr geringe magnetische Ausstreuung aus.
Drei Sekundärwicklungen mit je einem
Graetz-Gleichrichter und den dazugehörenden
Lade- und Siebkondensatoren liefern die
Betriebsspannungen für die einzelnen
Baugruppen des Gerätes.
ZF-Verstärker
Stereo-Decoder
1309 02
1309083
AM-Baustein
L 2'5
Ferrvtantame
L215
Technische Information Typ: audio 310
Stromlaufplan